PROZESSÜBERSICHT


Das Agglomerationsprogramm setzt sich aus drei Bausteinen zusammen:

  1. dem Strategischen Handlungsrahmen mit Grundsätzen, Querschnittsaufgaben und Programmlinien,
  2. den beispielhaften Projekten, die sich an der Programmatik des strategischen Handlungsrahmens orientieren sowie
  3. einer aktualisierten Darstellung des räumlichen Strukturbildes 2040+ mit den dazugehörigen Teilstrategien.

 

 

Bausteine des Agglomerationsprogramms


Erarbeitung des Strategischen Handlungsrahmens

Aktuell wird der Strategische Handlungsrahmen sukzessive in einem diskursiven Prozess mit der gesamten Region erarbeitet. Dies erfolgt durch das Begleitbüro agl in Zusammenarbeit und enger Abstimmung mit dem Region Köln/Bonn e.V. und den regionalen Akteuren der Steuerungsgruppe.

In einem ersten Schritt hat das Begleitbüro die beiden Dachstrategien Agglomerationskonzept und Klimawandelvorsorgestrategie nach Leitlinien und Zielen, Handlungsprinzipien, thematischen und räumlichen Schwerpunkten ausgewertet. Ergänzend wurden die Schnittstellenprozesse (REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand, StadtUmland-Verbünde, Rheinisches Revier etc.) analysiert. Es wird eine transparente Systematik für den Strategischen Handlungsrahmen vorgeschlagen, die die bisherige sektorale Betrachtung in integrative Handlungsansätze und Programmlinien überführt. Darin eingebettet werden die beispielhaften Projekte. Diese integrative Betrachtung ermöglicht eine Anschlussfähigkeit für zukünftige Förderaufrufe, Projekte und Vorhaben und wurde von der Steuerungsgruppe bestätigt. So entsteht eine Konfigurationsleistung für den Zugriff auf Förderung von EU, Bund und Land.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Strategische Handlungsrahmen umfasst Grundsätze und Querschnittsaufgaben für eine „Region in Balance“ und legt in verschiedenen Programmlinien die Schwerpunktaufgaben, strategischen Ziele mit jeweiligen Handlungsprinzipien fest. Zudem beschreibt er die operativen Arbeitsprinzipien des Region Köln/Bonn e.V.

 

 


Thematische Entwicklungspfade

Während des Prozesses zum Agglomerationskonzept hat sich herauskristallisiert, dass – mit Blick auf die interkommunale und regionale Zusammenarbeit – „thematische Lücken“ vorzufinden sind bzw. inhaltliche Vertiefungen vorgenommen werden müssen. Dies betrifft Aufgaben und Themen, die so in der Form nicht von einer Kommune allein bewerkstelligt werden können bzw. eine ganze Reihe von Kommunen und Kreisen betrifft. Aus diesem Grund werden parallel zu der Weiterentwicklung der Programmatik des Strategischen Handlungsrahmes in drei thematischen Entwicklungspfaden die ersten Teilbausteine konkretisiert. Dabei liegen allen Arbeiten die Grundprinzipien Imitation, Adaption und Diffusion zu Grunde: Das Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn soll mit beispielhaften Projekten hinterlegt werden, die als Piloten, Vorbilder bzw. Benchmarks und Realisierungstestate zur Nachahmung (Imitation) in der gesamten Region anstoßen und an die jeweiligen örtlichen/lokalen Gegebenheiten angepasst werden (Adaption). Die Prozessergebnisse und Projektansätze sollen durch eine regionale Beteiligung und Kommunikation die gesamte Region Köln/Bonn durchdringen (Diffusion). Die Arbeiten in den drei Entwicklungspfaden unter enger Einbindung der Fachakteure der Region schließen Lücken und befördern die raumentwicklungsrelevanten (interkommunalen) Zukunftsthemen der Region. Damit wird das Voneinanderlernen in der Region durch die Imitation, Adaption und Diffusion von gelungen Projekten befördert.

 
Entwicklungspfad 1: Siedlungs- und Wirtschaftsflächen

Im Entwicklungspfad 1 sind die Arbeiten in den beiden Bausteinen „Dreifache Innenentwicklung“ und „Interkommunale Wirtschaftsflächenentwicklung“ gut vorangeschritten. Sie laufen unter intensiver Einbeziehung der regionalen Akteure und der jeweiligen Gremien des Region Köln/Bonn e.V. ab.

Zum Baustein: Dreifache Innenentwicklung

Zum Baustein: Interkommunale Wirtschaftsflächenentwicklung

 
Entwicklungspfad 2: Freiraum & Landschaft

Im Entwicklungspfad 2 soll mit dem „Strategischen Freiraumkonzept" eine regionale Perspektive für den Freiraum entwickelt werden, die die Vorgaben der Landesplanung erfüllt, regionalspezifische/teilraumspezifische Leitbilder auf Basis der Funktionen der Landschaft formuliert und mit Zielen und Maßnahmenvorschlägen konkrete Impulse setzt. Das strategische Konzept soll so zum einen konzeptionelle Lücken in der Auseinandersetzung mit den Funktionen/Ökosystemleistungen der Landschaft schließen, zum anderen soll es einen regionalen Rahmen schaffen, damit teilregionale und kommunale Projekte für eine mögliche Förderung anschlussfähig werden. Ein kontinuierlicher Abgleich mit Förderstrategien von EU, Bund und Land ist daher immanent.

Das „Strategische Freiraumkonzept" wird einen Aktionsplan mit beispielhaften Projekten, räumlichen und thematischen Schwerpunkten und Umsetzungsstrategien umfassen. Zur inhaltlichen und strategischen Prozesssteuerung ist eine neuinstallierte Projektgruppe mit ständigen Gästen, ein beratendes Gremium mit ExpertInnen und eine intensive Einbindung des Arbeitskreises Natur und Landschaft des Region Köln/Bonn vorgesehen.

 
Entwicklungspfad 3: Mobilität & Verkehrsinfrastruktur

Die Inhalte bzw. einzelnen Bausteine des dritten Entwicklungspfades „Mobilität und Verkehrsinfrastruktur“ werden derzeit entwickelt, strukturiert und abgestimmt. Dabei werden Konzeptansätze aus dem Agglomerationskonzept (z.B. 2. ÖPNV-Ring, RadPendlerRouten, transportorientierte Entwicklung) als Bestandteil einer integrierten Raumentwicklung weiter vertieft werden. Daneben ist vor dem Hintergrund der andauernden COVID-19-Pandemie eine Veränderung des Mobilitätsverhalten in vielerlei Hinsicht festzustellen. Im Rahmen einer Fachveranstaltung sollen die Langzeitauswirkungen der Pandemie auf den Verkehr sowie die Effekte und Einflüsse auf die räumliche Entwicklung und Planung in der Region Köln/Bonn thematisiert und diskutiert werden.