Auftaktforum am 17. März 2021


Beim digitalen Auftaktforum zur Interkommunalen Wirtschaftsflächenentwicklung am 17. März 2021 diskutierten rund 130 Akteure auf Basis von Impulsvorträgen von Fachakteuren über die Chancen, Schwierigkeiten und Hemmnisse der Interkommunalen Wirtschaftsflächenentwicklung.

Nach einer Einführung in das Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn und den Baustein der Interkommunalen Wirtschaftsflächenentwicklung im Agglomerationsprogramm, schilderten Akteure aus der Praxis in kurzen Impulsstatements die Hemmnisse und Fallstricke der Interkommunalen Wirtschaftsflächenentwicklung aus ihrer Sicht.

Pia Lippert und Petra Hoff von der Bezirksregierung Köln erläuterten den aktuellen Sachstand zum Regionalplanprozess und die unterschiedlichen interkommunal zu entwickelnden Gebietstypen für industrielle und gewerbliche Nutzungen im Plankonzept des neuen Regionalplans Köln. Ester Maniecki schilderte die Herausforderungen aus Sicht der Industrie- und Handelskammer zu Köln und griff in ihrem Vortrag bereits bestehende Kooperationen und anvisierte Vorhaben der interkommunalen Entwicklung auf. Dr. Ulrich Ziegenhagen von der Wirtschaftsförderung der Bundesstadt Bonn zeigte auf, wie Bonn mit Kommunen aus dem umliegenden Rhein-Sieg-Kreis kooperiert und berichtete von der interkommunalen Kooperation zwischen Bonn, Bornheim und Alfter sowie Bonn und Rheinbach. Thomas Schröder von der Wirtschaftsförderung der Stadt Jüchen berichtete von der gemeinsamen Vermarktungsvereinbarung mit der Stadt Grevenbroich und der RWE Power AG und den Kriterien zur Vergabe von Flächen.

Im Anschluss an die Impulsstatements kommentierten Volker Suermann als Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaftsförderung und Strukturpolitik des Region Köln/Bonn e.V. und Dr. Manfred Janssen von KölnBusiness aus ihrer jeweiligen Sicht die Thematik. Volker Suermann betonte, dass interkommunale Zusammenarbeit auf Augenhöhe wichtig sei, interkommunale Entwicklungen Mehrwerte für die gesamte Region generierten und es bei der Zusammenarbeit keine Gewinner oder Verlierer geben dürfe. Dr. Manfred Janssen verwies auf den eklatanten Mangel an Gewerbeflächen. Damit die Region im internationalen Markt wettbewerbsfähig bleiben kann, brauche es passende Fachkräfte, schnelle Genehmigungsprozess sowie geeignete Gewerbeflächen.

In vier parallelen Diskussionsrunden wurden anschließend die Hemmnisse und Fallstricke auf Basis der Impulsvorträge von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Diskutiert wurde u.a. wie Kooperationen zustande kommen, welche Herausforderungen es bei der Planung und Entwicklung sowie dem Betrieb von Interkommunalen Wirtschaftsflächen gibt und wie sich Kosten und Erträge verteilen lassen. Auch die Frage der Profilierung von Wirtschaftsflächen und einer regional arbeitsteiligen Wirtschaftsstruktur wurde aufgerufen. Die Ergebnisse der Diskussionsrunden dienen der Feinjustierung der beiden folgenden Fachforen. Für die aufgeworfenen Fragen sollen dort erste Ansätze und Lösungsmöglichkeiten präsentiert werden.

 

Vorträge und Präsentationen

Überblick über das Agglomerationsprogramm und den Baustein Interkommunale Wirtschaftsflächenentwicklung

Christoph Hölzer | Region Köln/Bonn e.V.

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Wirtschaftsflächen im Plankonzept - ein aktueller Sachstand zum neuen Regionalplan

Pia Lippert und Petra Hoff | Bezirksregierung Köln

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Planungs- und Entwicklungsherausforderungen aus kommunaler Sicht

Dr. Ulrich Ziegenhagen | Bundesstadt Bonn

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Beispielhafte Lösungsansätze für die Vergabe von Grundstücken in interkommunalen Gewerbegebieten

Thomas Schröder | Stadt Jüchen

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