Förderung zahlreicher Innenstadt-Projekte

Zahlreiche Kommunen in der Region Köln/Bonn erhalten Förderzusagen für Innenstadt-Projekte

Rhombus-Areal in Wermelskirchen (Quelle: REGIONALE 2025 Agentur)

Die Bezirksregierung Köln hat das Städtebauförderprogramm für 2026 veröffentlicht, in dem zahlreiche Projekte in der Region Köln/Bonn eine Förderung erhalten. Die Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes verfolgt seit mehr als 50 Jahren das Ziel, ländliche wie städtische Räume als Wirtschafts-, Wohn-, Lebens- und Naturstandorte zu stärken und ist damit ein zentraler Bestandteil der Stadt- und Gemeindeentwicklung. 

Einige der geförderten Projekte in der Region setzen auf eine nachhaltige Innenentwicklung und die Stärkung von Zentren und Ortskernen. Passend zu den Inhalten derProgrammlinie „Lebendige Zentren in der Region stärken und vernetzen“ des Agglomerationsprogramms sollen die spezifischen Qualitäten der Zentren und Ortsmitten im regionalen Gesamtgefüge weiterentwickelt werden. In der Region Köln/Bonn werden nun folgende innerstädtische Projekte gefördert: 

Im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier soll die Innenstadt in Jülich als kompakte, lebendige und vielfältige Stadtmitte zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Aufbauend auf dem historischen Potenzial der Renaissancestadt sowie die Bedeutung Jülichs als Wissenschafts- und Forschungsstandort stehen eine generationengerechte Innenstadt, zukunftsfähige Mobilität sowie die Stärkung von Grün- und Freiräumen im Fokus.

Nachhaltiges Bauen und der schonende Einsatz von Ressourcen sind wichtige Bausteine der Stadtentwicklung. Im Rahmen eines REGIONALE 2025-Projekts strebt die Gemeinde Lindlar einen klimawandelangepassten, zirkulären Umbau im historischen Ortskern zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums an. Dabei liegt der Fokus auf der Wiederverwendung von Materialien und einem steigenden Grünflächenanteil.

Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Siegburg Innenstadt verfolgt das Ziel, die Innenstadt als attraktiven Wohn-, Arbeits-, Bildungs-, Kultur- und Einkaufsstandort zu stärken und die hohe Lebensqualität für alle Generationen weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stehen die Aufwertung öffentlicher Räume, die Verbesserung der innerstädtischen Wegeverbindungen sowie die Stärkung von Handel und Identität. Das Teilprojekt Siegburg Haufeld ist als Zukunftsprojekt im Agglomerationsprogramm des Region Köln/Bonn e.V. verankert.

Das Rhombus-Areal (Steckbrief Zukunftsprojekt) befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wermelskirchener Innenstadt. Es wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend gewerblich genutzt und liegt seit einigen Jahren brach. Als REGIONALE-Projekt soll auf dem Areal unter Berücksichtigung des zirkulären Bauens ein gemischtes Quartier mit Wohn- und Dienstleitungsangeboten entstehen, dass mithilfe eines Fußgänger- und Radfahrerstegs mit der Innenstadt verbunden werden soll.

Die Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität im Umfeld des Neusser Hauptbahnhofs ist für die Stadt Neuss von großer gesamtstädtischer Bedeutung. Folglich soll das neue Bahnhofsumfeld über generationengerechte öffentliche Räume verfügen und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Quartiersidentität stärken. Zukunftsfähige Mobilitätskonzepte im Sinne der Stadt der kurzen Wege sollen die Erreichbarkeit verbessern, womit das Quartier unter anderem die Ziele der Programmlinie „Mobilitäts- und Infrastrukturentwicklung mit Siedlungsentwicklung koppeln“ des Agglomerationsprogramms verfolgt.

Unter dem Leitbild „Neues Hammfeld – Arbeiten, Wohnen und Leben zwischen Innenstadt und Rhein“ soll das Hammfeld zu einem gemischt genutzten und besser vernetzten Quartier in Neuss weiterentwickelt werden. Im Fokus steht unter anderem die Aktivierung ungenutzter Flächenpotenziale sowie die Aufwertung und Vernetzung von Grün- und Freiräumen, insbesondere im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2026 in Neuss (Steckbrief Zukunftsprojekt).

Die Beispiele zeigen die Vielfalt der Ansätze für eine zukunftsfähige Entwicklung von Innenstädten und Ortskernen in der Region. Der Region Köln/Bonn e.V. wird diese Vorhaben weiter begleiten, erfolgreiche Ansätze vernetzen und den regionalen Austausch untereinander stärken.

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