DREIFACHE INNENENTWICKLUNG


Einordnung

Was ist die "Dreifache Innenentwicklung"?

Dem integrierten Entwicklungsprinzip der dreifachen Innenentwicklung nach, soll eine bauliche und funktionale Innenentwicklung (im Sinne einer kompakten Stadt der kurzen Wege) mit einer Ergänzung und Qualifizierung des Grüns sowie mit einer Erhöhung der klimaschonenden Mobilitätsoptionen kombiniert werden, um die möglichen negativen Folgen baulicher Verdichtung (Versiegelung, Verkehrsaufkommen, Verletzlichkeit im Zuge des Klimawandels) von vornherein zu minimieren. So verstanden ermöglicht die dreifache Innenentwicklung die Umsetzung von ortsangepassten baulichen und funktionalen Dichten und gleichzeitig die Chance, die Quantität und Qualität des Freiraums zu erhöhen, die Mobilitätsangebote vor Ort zu optimieren und einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung zu leisten.

Der Prozess

Das Agglomerationskonzept und die Klimawandelvorsorgestrategie haben verdeutlicht, dass eine regional ausbalancierte räumliche Entwicklung nur dann erreicht werden kann, wenn die Zielkonflikte zwischen dem Siedlungswachstum und den Anforderungen des Klimaschutzes bzw. der Klimaanpassung bewältigt werden. Um sowohl auf siedlungsstruktureller als auch auf städtebaulicher Ebene eine solche Balance zwischen beiden Zielen zu finden, bedarf es einer „Dreifachen Innenentwicklung“.

In dem auf ca. 12 Monate angelegten Planungsprozess sollen bis Mai 2022 Strategien zur Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen durch die dreifache Innenentwicklung erarbeitet und in einem Praxishandbuch aufbereitet werden. Das zentrale Ziel ist es, gemeinsam mit Akteuren aus der Region, Lösungswege für eine dreifache Innenentwicklung in der Region Köln/Bonn zu entwickeln sowie mehr Verständnis und Akzeptanz für deren Anwendung zu schaffen. Hierfür hat die Region Köln/Bonn e.V. als Träger des Gesamtprozesses die Arbeitsgemeinschaft MUST Städtebau GmbH, Köln mit Quaestio Forschung & Beratung GmbH, Bonn und Stellwerk GbR, Darmstadt mit der Weiterent­wicklung und Überprüfung des Entwicklungsprinzips beauftragt.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht zum einen die Auswertung und Aufbereitung von konkreten Beispielen – sowohl erfolgreich umgesetzter Vorhaben als auch solche, die in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden. Diese Best-Practice-Beispiele sollen Anregungen für die kommunale Praxis sein. Zum anderen sollen exemplarische Lösungswege für künftige Vorhaben der Innenentwicklung in der Region an konkreten Fallbeispielen (Reallabore) erarbeitet und dabei die Umsetzbarkeit einer dreifachen Innen­entwicklung überprüft werden. Hierbei gilt es Handlungsempfehlungen (Drehbücher) zur gebiets­spezifischen Lösung von Zielkonflikten und zum Umgang mit Hemmnissen und Restriktionen bei der Flächenmobilisierung abzuleiten.

Durch das Angebot von unterschiedlichen Veranstaltungen und Werkstätten soll der Erfahrungsaustausch der Kommunen untereinander initiiert und mehr Akzeptanz für die Anwendung des Entwicklungsprinzips geschaffen werden.

TEILREGIONALE WORKSHOPS

Bergisches Rheinland
16. Juni 2021 | digital
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Ville & Börde
23. Juni 2021 | digital
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Rheinschiene
30. Juni 2021 | digital
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Innenentwicklung dreifach nutzen!

Veranstaltung im Rahmen des Regionalforums am 02. September 2021

 

Einführung in das Agglomerationsprogramm Region Köln/Bonn

Christoph Hölzer | Region Köln/Bonn e.V.

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Vorstellung des Projektes

Robert Broesi und Jan Benden | MUST
André Bruns | Stellwerk

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Instrumente für eine nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung am Beispiel des Modellquartiers Lincoln-Siedlung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Astrid Samaan | Stadt Darmstadt

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Bedeutung und Bewertung grün-blauer Infrastrukturen im Rahmen der Innenentwicklung

Peter Küsters | Greenpass GmbH

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Stadtquartier Neckarbogen Heilbronn - Konzeptvergabe schafft soziale Mischung, Vielfältigkeit und Grüne Infrastruktur

Barbara Brakenhoff | Architektin, Leipzig/Sindelfingen

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