Thementisch 2: FLÄCHENINANSPRUCHNAHME OHNE REGIONALE PERSPEKTIVE


Die Diskussion zur These „Flächeninanspruchnahme ohne regionale Perspektive“, moderiert von Bernhard Faller, widmete sich den Herausforderungen des Wachstums, die innerhalb der regionalen Teilräume unterschiedliche Bedarfe nach Flächenausweisungen von Wohnbauland und Gewerbearealen verlangen, sowie möglichen Perspektiven zur Steuerung des Drucks auf Städte auf der einen sowie der Bevölkerungsabnahme in ländlicheren Kommunen auf der anderen Seite.

Ein Kernthema der Diskussion war die Frage nach der „richtigen“ Antwort auf den Wachstumsdruck. Dieser führt in der Rheinschiene zu hohem Druck auf den Wohnungsmarkt und hohem Preisanstieg bei Wohnbauland und Mieten. Verdrängungen sind nicht mehr nur in den Städten Köln, Bonn und Düsseldorf offensichtlich, sondern betreffen mittlerweile auch Kommunen im „Speckgürtel“ um die Rheinmetropolen. In Verbindung mit dem Siedlungsdruck wurde auch die Frage gestellt, mit welchen Wohnformen und Typologien diesem Druck in Zukunft begegnet werden sollte. Sind verdichtete Wohnformen in der städtischen Kernzone schon lange eine notwendige Antwort auf den Wohnraumbedarf, so ist dieser in den ländlicheren Kommunen häufig bisher wenig akzeptiert.

In der Diskussion wurde das Leitbild der „Dezentralen Konzentration“ erwähnt – dieses hat in der Vergangenheit ähnliche Forderungen an die Raumentwicklung gestellt, wie sie heute aufgeworfen werden. Es kam daher die Frage auf, ob die Zielsetzungen dieses Leitbilds einen Orientierungsrahmen für das Agglomerationskonzept liefern könnten. Insbesondere hinsichtlich des Lastenausgleiches zwischen Kommunen und Teilräumen der Region müsse nachgedacht werden, und hierzu kann das Leitbild der „Dezentralen Konzentration“ Hilfestellung leisten.

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