Thementisch 3: ÜBERFORMUNG DURCH DICHTE


In der Diskussion zur These „Überformung durch Dichte“, moderiert von Prof. Christl Drey, wurden zwei wesentliche Herausforderungen identifiziert. Die Steuerung von Verdichtung in der Region ist für die Zukunftsfähigkeit eine wesentliche Aufgabe -denn: nicht nur in den Kernstädten, sondern auch in den Kommunen um Köln, Bonn und Düsseldorf „wird es eng“. Da häufig, insbesondere in den Kommunen der ländlicheren Teilräume, das Thema Wachstum mit negativen Bildern der Siedlungsentwicklung belegt ist, bedarf es einer Kommunikation der Notwendigkeit und vor allem der Chancen von Wachstum über Bilder, die  Vielfältigkeit und Qualität verdichteter Siedlungsstrukturen jenseits des monotonen Geschosswohnungsbaus aufzeigen, und die Vorbehalte und Ängste abbauen. Die Notwendigkeit und die Vorteile von Verdichtung müssen verstärkt und besser vermittelt werden. Der Ausbau der Infrastruktur, die Bevölkerungszunahme und die daraus resultierenden Investitionen und monetären Einnahmen sind Effekte, die insbesondere in den Städten in der zweiten und dritten Reihe positiv wirken können. Auch sollten über Bilder zeitgemäßer und ortsbezogener Typologien des Wohnungsbau die Bedenken gegenüber einer „Verdichtung“ ausgeräumt und so eine Akzeptanz für dichtere Strukturen geschaffen werden.

Das zweite Thema, das intensiv diskutiert wurde, war die verkehrliche Infrastruktur. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass es ein Zusammendenken von Wohnbaulandausweisung bzw. Siedlungsverdichtung und dem Ausbau und der Qualifizierung der verkehrlichen Infrastruktur geben muss. Die Bedeutung des Nahverkehrs wurde hier besonders hervorgehoben, ebenso wie die Relevanz der stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit.

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