Thementisch 5: WIRTSCHAFT ZWISCHEN FORTSCHREIBUNG UND UMBRUCH


In der regen Diskussion rund um das Thema: „Wirtschaft zwischen Fortschreibung und Umbruch“, moderiert von Jens Imorde, Imorde Projekt- & Kulturberatung GmbH, wurde deutlich, dass der Zustand und die weitere zunehmende Belastung/Überlastung der Verkehrsinfrastruktur als ein enormes Problem vor allem in der Rheinschiene, aber auch für das Bergische Land und den linksrheinischen Bereich der Börde und Ville gesehen werden. Die prognostizierten Bevölkerungszuwächse auf der Rheinschiene und die Steigerung der Verkehre vor allem in der West-/Ost-Ausrichtung sowie der internationale Transportkorridor Rotterdam-Genua führen dazu, dass immer mehr Ansprüche, Menschen und Güter in einem begrenzten Raum zusammentreffen. Hinzu kommt, dass in diesem schon jetzt sehr dicht besiedelten Wachstumsraum der Siedlungsdruck und die Flächenkonkurrenz aufgrund der stark zunehmenden Wirtschafts- und Wohnentwicklung kontinuierlich wachsen. Die Diskussionsbeiträge zeigten, dass die überlasteten Systeme optimiert, ergänzt, neu überdacht und aufeinander abgestimmt werden müssen. Als Hilfsmittel für die regionalen Akteure bei der Qualifizierung von Standorten, Flächen und Infrastrukturen wurden einige Instrumente beschrieben. Als wirksame Mittel werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Einrichtung eines Flächen- und Bodenpools, die Umsetzung des Konzepts der City-Logistik und die Verwendung und Nutzung von Fördermitteln genannt. Damit die zur Verfügung stehenden Fördermittel ihre Wirkung in regional bedeutsamen Projekten entfalten können, bedarf es einer kompetenten Unterstützung, die sowohl Angebote und Bedarfe zusammenbringt, als auch Projektträger bei der operativen Umsetzung der Fördervorhaben unterstützt. Als Förderinstrument für die Stadtentwicklungsprojekte gerade in der Region Köln/Bonn ist beispielsweise der „Stadtentwicklungskredit NRW“ empfehlenswert. Ein weiterer Punkt, der für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, insbesondere abseits der Rheinschiene, von großer Bedeutung ist, ist der Breitbandausbau für eine flächendeckende Aufstellung der Region für die digitale Entwicklung. Letztlich wurde noch einmal deutlich gemacht, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Erstellung des Agglomerationskonzeptes für die Region Köln/Bonn sehr begrüßen.

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