Thementisch 6: REGIONALE PERSPEKTIVE ZWISCHEN FORTSCHREIBUNG UND UMBRUCH


Der von Jens Grisar, Region Köln Bonn e.V., moderierte und von Christoph Hölzer, Region Köln Bonn e.V., begleitete Thesentisch zum Thema „Regionale Perspektiven vs. Kleinräumige Interessen“ diskutierte insbesondere die Bedeutung von interkommunalen Kooperationen der Raumentwicklung in der Region. Einigkeit herrschte darüber, dass Kooperationen auf formeller sowie informeller Basis einen essentiellen und wichtigen Baustein für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der Region darstellen.

Die Teilnehmer betonten, dass bereits auf ein breites Spektrum bestehender Kooperationen und Partnerschaften auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Themenfeldern zurückgegriffen werden könne. So gäbe es bereits im Bereich Gewerbe sowie zu landschafts- und freiraumbezogenen Themen vielfältige Formen der Zusammenarbeit. Jedoch wurde schnell klar, dass vor dem Hintergrund des Drucks auf die Rheinschiene und insbesondere auf den Ballungsraum Köln das Thema Wohnraumversorgung nicht von den Kommunen alleine gelöst werden könne. Hier bestehe ein besonderer Handlungsbedarf, welcher von den Teilnehmern als dringend eingeschätzt wurde. Dabei wurde klar, dass zum einen gleiche Rahmenbedingungen, beispielsweise in Bezug auf steuerliche und finanzielle Aspekte, geschaffen werden müssen, um für alle Beteiligten gerechte Verbindlichkeiten zu schaffen. Die dafür zur Verfügung stehenden formellen und informellen Instrumente wurden seitens der Teilnehmer als grundsätzlich geeignet und passend eingeschätzt. Zum anderen wurde thematisiert, dass jede einzelne Kommune dafür zunächst eigene Ziele und Vorstellungen entwickeln müsse, die dann nach außen in eine interkommunale und regionale Kooperation sowie Perspektive eingebracht werden können. Ein weiterer Aspekt in der Diskussion war der institutionelle Rahmen, in welchem sich solche Kooperationen bewegen. Hier wurde seitens der Teilnehmer darauf hingewiesen, dass es von übergeordneter Ebene Anreize und Regularien zugleich brauche, um die Kommunalpolitik von der Notwendigkeit und den Chancen interkommunaler Kooperationen zu überzeugen.

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